Gedankensternschnuppen

Für alle
Tagträumer,
Nachtschwärmer
und Zwielichttänzer unter uns.

siebenundzwanzigster januar, zweitausendeinundzwanzig

homeoffice nervt. vor zwei wochen habe ich mir gesagt tiefer geht’s nicht mehr, aber irgendwie wird’s halt auch nicht besser. ich bekomme nichts mehr auf die reihe, mache nur das nötigste und an dieser to-do-liste, die hier rum liegt, sitze ich schon bald zwei wochen. meine zeit verbringe ich mit zocken, serien schauen oder planlos vor meinen prüfungsentwürfen zu sitzen. ich sehe es aber grade auch nicht ein, die schon wieder zu überarbeiten, da der nächste angesetzte termin möglicherweise ja schon wieder abgesagt wird. von meinem ref war ich bald 1/3 nicht in der schule und rein theoretisch ginge in zwei wochen der endspurt richtung finale prüfungen los, ABER naja. ob er tatsächlich losgehen kann, weiß halt keiner. mir fehlen die kids und der anstrengende unterrichtsvormittag, ohne den ich super unproduktiv bin. die paar videokonferenzen sind nicht mal annähernd ein ersatz dafür. ich wünschte ich hätte so eine nature-obsessed-freundin, die mich zumindest mal zwingen würde mit ihr die wohnung zu verlassen, oder einen hund. eigentlich mag ich hunde nicht sonderlich, aber jetzt grade wäre es schon ganz schön hilfreich, wenn ich drei mal am tag mit einem raus müsste. und ich bin sauer. sauer, weil ich seit dem sommer meine familie und meine freunde in der heimat nicht mehr gesehen habe, sauer, dass andere so super toll mit dem ganzen lockdown und der vielen alleine-zeit klarkommen, ich aber nicht, und sauer, dass meine meisten bekanntschaften hier wohl doch irgendwie halt nur so konzert-party-biertrink-freunde sind, die ich grade halt einfach nicht zu gesicht bekomme und sauer, dass ich nach dem ref schon wieder nicht auf große reise gehen kann. und dann ist auch noch diese doofe winterzeit, in der es um vier halt auch schon wieder dunkel wird. ich weiß, dass ein vernünftiger tagesablauf hilft, und irgendwie hab ich den ja auch, aber es klappt halt trotzdem einfach nicht. ach menno. ich mach mir jetzt mal die glühwein-reste von letzter woche warm. und versauere weiter in meiner selbstmitleidsblase. over & out.

siebzehnter august, zweitausendzwanzig

angekommen also, irgendwie. erwachsen sein ist sowieso nur ein doofer mythos, den man sich in seiner jugend romantisierend eingeredet hat. ich puste trotzdem noch seifenblasen den balkon hinunter und liege nachts betrunken auf der straße unterm sternenzelt. trotzdem ist es anders, anders und gut. hier möchte ich verweilen. und mich romantisierend zurück an all die vergangenen momente erinnern, in denen ich glaubte zu wissen wer ich bin. an den moment, als du dich ein letztes mal auf diese weise zu mir umdrehtest, die raben krähend auseinander stoben und es für den bruchteil eines augenblicks genügte zu sein. und dabei kurz lächeln. bevor ich den nächsten schluck von meinem frühstückskaffee nehme und wieder erwachsen bin.

ovrrtherainbow:
“ Playing in the rain
”

ovrrtherainbow:

Playing in the rain

abduction:
“ bloom
”

abduction:

bloom

compassionatereminders:

No but seriously. Normalize finding love in your 40’s. Normalize discovering and chasing new dreams in your 30’s. Normalize finding yourself and your purpose in your 50’s. Life doesn’t end at 25. Let’s stop acting like it does.

untrustyou:
“Michael Christopher McCraw
”

du lachst; aus deiner nase tropft blut, hinein in die falte meines herzens, die ich dachte glatt gebügelt zu haben.